Wie generiert man Texte, die im Zahnarztstuhl und bei Operationen helfen?


Datum: 13. September 2020

Uhrzeit: 9:00 - 12:30

Referent: Ernil Hansen

Sonntag

em. Prof. Ernil Hansen, Facharzt für Anästhesiologie

Aus den psychologischen Bedürfnissen des Menschen und den Stressoren, die zu Angst bis hin zur Traumatisierung und zu posttraumatischen Störungen führen, kann man die Themen ableiten, die bei Menschen in Not angesprochen werden müssen, verbal und nonverbal. Dabei ist es gleich, ob es sich um einen medizinischen oder psychischen Notfall handelt, ob während eines Transportes, einer Reanimation, einer Behandlung, einer Operation oder einer Intensivtherapie, ob für eine Krankheits-, Krisen- oder Sterbebegleitung, ob es sich um einen wachen oder bewusstlosen Patienten oder um einen selbst handelt. Diese Themen sind authentisch mit eigenen Worten und nonverbalen Signalen sowie patienten- und kontextangepasst zu füllen. Der Workshop bietet Anwendungsbeispiele und Übungen dazu. Studien werden berichtet und diskutiert, in denen eine derartige Therapeutische Kommunikation bei Hirnoperationen am wachen Patienten oder bei Patienten unter Narkose zu erstaunlichen Ergebnissen geführt hat. Auch bei zahnärztlichen Eingriffen könnte eine so aufgebaute Kommunikation hilfreich sein und Patienten vor Stress und der Entwicklung einer Zahnarztphobie bewahren.