DGZH Studententag

Zahnärztliche Hypnose für Studierende

Studierendentag der DGZH

Das besondere Angebot für Studierende gehört schon zum etablierten Kongressprogramm. Neben den Grundlagen der Hypnose und hypnotischer Kommunikation lernst du insbesondere einen besseren Zugang zu dir selbst und deinen eigenen Ressourcen. Denn Hypnose ist nicht nur ein wertvolles Werkzeug für den Umgang mit Patient:innen, sondern insbesondere auch für die Entdeckung und Nutzbarmachung der eigenen Ressourcen. Den Organisatoren Uwe Rudol und Carla Benz liegt es am Herzen, dir einen möglichst vollen „Werkzeugkoffer“ an die Hand zu geben, sodass du das Erfahrene unmittelbar umsetzten und anwenden kannst. In zahlreichen Übungen und Demonstrationen wird es darum gehen, individuelle Wege zu mehr Gelassenheit im Studium zu gelangen und Hypnosetechniken kennenzulernen. Die zahnärztliche Hypnose zeichnet sich besonders durch ihre vielfältigen Einsatzgebiete aus. Beispielsweise können Bruxismusbehandlungen durch sie ergänzet oder sogar ganz ersetzt werden. Auf dieses besonders interessante Einsatzgebiet der zahnärztlichen Hypnose wird Dr. Hans May eingehen. Es ist bereits üblich, dass genügend Zeit zur Verfügung steht, um auf deine spezifischen Fragen und Interessen gezielt eingehen zu können. Christoph Schlick zeigt, wie wir den Zugang zu unseren oftmals verschütteten Potenzialen finden und diese aktivieren können. Denn die nicht ausgeschöpften Möglichkeiten, die in uns schlummern, lassen sich wie eine Glut entfachen, um schließlich als lebendiges inneres Feuer alte Denkblockaden hinwegzufegen und uns mehr Sinn im Leben zu schenken.

Prisma

DGZH-Studententag 2021

Zahnärztliche Hypnose für Studierende

Ein Bericht von Jacob Schmiedel und Konstantin Schrader

„Oohhhhmmmm, du wirst laaaangsam müüüde …“ Wer sich Hypnose so vorgestellt hat, wurde am 3. Studententag der Deutschen Gesellschaft für Zahnärztliche Hypnose (DGZH) am 9. September 2021 eines Besseren belehrt. Dank eines guten Hygienekonzepts konnte bei der Präsenzveranstaltung im Rahmen des Hypnose-Kongresses im Berliner Hotel Steigenberger ein schöner Eindruck von der zahnärztlichen Hypnose vermittelt werden.

 

33 Studierende verstanden das Angebot als Chance und stellten den Referenten sehr viele Fragen. Dr. Carla Benz und Zahnarzt Uwe Rudol sorgten für mehr Klarheit, denn leider werden viele der gestellten Fragen durch die herkömmlichen Lehrbücher an den Universitäten nicht beantwortet.

 

Dass es für Bruxismuspatienten Botoxtherapien gibt, ist bekannt; jedoch kann eine sinnvolle Alternative auch eine Kombination aus Zahnarztbesuch und Hypnotherapie sein. „Das Problem an der Wurzel bekämpfen“ lautet die Devise. Dies war für uns Studierende teilweise wirklich überraschend.

Einen weiteren Aha-Effekt hatten wir, als der Umgang mit Angstpatienten, Autisten und Menschen mit Einschränkungen/Behinderungen durch Hypnose dargestellt wurde. Viele Kolleginnen und Kollegen würden Patienten sofort an Spezialisten überweisen, doch mit Hilfe einer selbst induzierten Trance ist es oft möglich, selbst in kniffligen Situationen Heilungserfolge ohne Vollnarkose zu erzielen. Auch eine gewisse Geduld im Umgang mit Menschen kann man im Curriculum erlernen, was leider heutzutage fast schon ein Alleinstellungsmerkmal ist.

 

Die niedergelassene Berliner Zahnärztin Dr. Ute Stein trug am Nachmittag ihre Erfahrungen in der Kinderbehandlung bei und veranschaulichte, wie praktikabel dort Hypnose und die damit verbundenen Kommunikationstechniken sind. Neben Vorträgen und Präsentationen wurde in Selbsterfahrungen und Gruppenübungen deutlich, wie natürlich und alltagstauglich Hypnose sein kann. Für den Behandler verbessert sie das Arbeitsklima, denn einerseits werden die Patienten so kooperativ und zufrieden und andererseits helfen die Beruhigungs- und Präzisionstechniken dem Behandler selbst. Weiterhin wurde vorgestellt, wie das Praxispersonal einbezogen und eine gemeinsame Behandlung mit Hypnose gestaltet werden kann, sodass durch das Hand-in-Hand-Arbeiten eine konstruktive Situation entsteht.

 

In den Pausen konnte die innere Ruhe mit Hilfe von Kaffee, Kuchen und anregenden Gesprächen ausgeglichen werden. Insgesamt war der Kongresstag eine tolle Möglichkeit, über den Tellerrand zu schauen. Hoffentlich werden die Studierenden auch in Zukunft mit diesen Einblicken versorgt und erlernen Hypnosetechniken für sich und ihre eigene Praxis.

Prisma

DGZH-Studententag 2021

Was nicht kaputt ist, muss auch nicht repariert werden.

Ein Bericht von Annika Witt Uni Marburg

„Was nicht kaputt ist, muss auch nicht repariert werden.“ Dieses wunderbare Zitat von Milton Erickson wurde uns beim diesjährigen Studententag der DGZH nicht nur einmal mit an die Hand gegeben. Ich schmückte damit gleich die erste Seite meines neuen – sogar geschenkten – Notizbuchs. Dieses erwartete mich schon verheißungsvoll, als ich nach einer Fahrradtour durchs morgendliche Berlin am Veranstaltungsort ankam. Nichtssagend war der Titel des pinkfarbenen Büchleins definitiv nicht. In großen Lettern schmückte ein „from mindfuck to mastermind“ die Titelseite. Na dann mal los, auf in einen ganz besonderen zahnmedizinischen Kosmos …

 

Total schön, aber auch erstaunlich war für mich, dass die Zahnis wirklich aus der ganzen Nation angereist kamen. Da war ich mit meinen 6 Stunden – und das nur dank Verspätung – definitiv nicht diejenige, die den weitesten Weg auf sich nahm. Was ich besonders schön fand, war der wohlwollende und respektvolle Umgang aller Studierenden untereinander. Aber die anderen Kongressteilnehmer:innen und diejenigen, die uns über den Tag begleiteten, waren jedem gegenüber offen eingestellt. Selbst wenn man alleine dort ankam, war man definitiv am richtigen Platz.

 

Ganz entgegen dem Klischee des Hokuspokus, das der Hypnose oft anhaftet, wurden uns die wissenschaftlich fundierten Seiten nähergebracht. Für Showhypnose gab es keinen Platz, es ging weniger um das Imposante als um das Ruhige, ja Beruhigende. Doch ein bisschen Glitzer obendrauf kann im Leben auch nicht schaden. So durften wir bei einer Übung feststellen, wie unser Körper alleine auf die Kraft unserer gedanklichen Imagination reagierte.

 

Wichtig war für mich der Austausch darüber, bei welchen Patient:innen ein solcher Zugang besonders hilfreich sein kann und bei welchen gerade nicht. Ja, der Bezug zur Zahnmedizin hat mir wirklich gut gefallen, ebenso das, was ich persönlich mitnehmen durfte. Denn darum geht es, das konnte man nicht nur während der Vorträge unserer Dozent:innen spüren: Es geht darum, keine Rolle zu spielen, sondern Hypnose ins eigene Leben zu integrieren, in Kommunikation und Verhalten, sowohl beruflich als auch privat.

Für mich persönlich mitgenommen habe ich, dass ich vor der Behandlung oder in aufregenden Situationen im Kurs oder bei Prüfungen erst einmal tief ausatme und mich generell mehr auf meine Atmung konzentriere. Den Tipp, bei der Injektion einer Anästhesie o. Ä. auszuatmen, fand ich klasse und ich probiere, dies nun im Kurs umzusetzen. Es ist manchmal gar nicht so einfach, neue Inspirationen und Gedanken anzuwenden, während man noch als Lernende:r damit beschäftigt ist, die Sache an sich überhaupt zu machen. Das Integrieren dieser Tipps braucht eben Übung.

 

Ich habe mir fest vorgenommen, eine solche Ausbildung zu absolvieren, wenn ich mein Examen geschafft habe. Danke für diesen eindrucksvollen Tag!

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